Das Euler-Bierglas strahlt wieder

Das legendäre Euler-Bierglas ist zurück – als drei Meter hohe, leuchtende Replik über dem Eingang der Museumsscheune des Landwirtschaftlichen Vereins Lahn-Dill von 1832. Mit Herzblut gebaut von Schülern der Werner-von-Siemens-Schule, die selbst in den Ferien an dem Projekt arbeiteten. Was einst über Jahrzehnte als schäumendes Wahrzeichen auf dem Dach des Euler-Hauses am Buderusplatz glänzte, lebt nun in neuer Form weiter – dank der Initiative des Vereins und seines Vorsitzenden, Wetzlars Bürgermeister Andreas Viertelhausen. Er brachte die Idee ins Rollen und stellte mit dem Verein nicht nur das Gelände, sondern auch den thematischen Rahmen: Im Finsterloh, wo inzwischen eine eigene Brauanlage steht, verbindet sich Geschichte mit Zukunft.

Das stilisierte Bierglas – ausgestattet mit über 1.500 LEDs und technischer Raffinesse – vermittelt wie einst den Eindruck eines sich füllenden Glases. Pünktlich zum Tag des Bieres wurde es installiert und markiert nun den Auftakt eines dreitägigen Bierfestes, organisiert vom Landwirtschaftlichen Verein. Mehrere Kleinbrauereien, Fachvorträge und gesellige Stunden im Biergarten rücken das Kult-Objekt ins verdiente Rampenlicht. So trägt der Verein nicht nur zur Pflege ländlicher Traditionen bei, sondern setzt ein emotionales Zeichen für die Stadtidentität. Die Kooperation zwischen Schule und Verein zeigt, was möglich ist, wenn Generationen zusammenarbeiten – und macht das neue Euler-Glas zu mehr als nur einer Reklamefigur: Es ist ein Symbol für Engagement, Gemeinschaft und gelebte Erinnerung.